Dieses Computermodell stellt Flörsheim in der Mitte des 17. Jhdts. dar.  Es basiert auf dem Grundriss von Plan A, der die Lage aller Hofreiten innerhalb der Ortsmauer im Jahr 1656 beinhaltet. Die Namen der Hofreitbesitzer kann man hier finden. Einige Gebäude stammen aus Zeiten bis 1690.
Alle derzeit bekannten Fakten wurden bei der Modellbildung berücksichtigt. Das Modell ist weitgehend maßstabsgetreu. Die Ausdehnung der Ortsbefestigung, die Abmessungen und Konstruktionsmerkmale der Türme, der Torbauten und der Mauer sind bekannt, ebenso die Maße von Kirche, Pfarrhaus, des Wirtschaftshofs der Karthäuser und von einzelnen Hofreiten.
Die Modellierung der Hofreiten mit Wohnhäusern, Scheunen, Ställen, Schuppen und Kelterhäusern basiert insbesondere auf der Auswertung von 90 Inventarlisten, die für die zweite Hälfte des 17. Jhdts. in den Gerichtsbüchern erhalten sind. Bei nicht vorhandenen Inventarlisten wurde die Größe der Wohnhäuser mit dem bekannten Besitzstand des jeweiligen Besitzers korreliert. 
Es gab zwei Grundtypen von Wohnhäusern: Ganzfachwerkkonstruktionen und Häuser mit einem aus Kalkbruchsteinen gemauertem Erdgeschoss vorwiegend für zweigeschossige Häuser, siehe auch hier. Viele Wohnhäuser waren mit Schiefer gedeckt (leyensteine), Stallungen und Scheunen vorwiegend mit Stroh oder Schilf. Einige Häuser waren weiß angemalt.
Die Anordnung der Gebäude innerhalb einer Hofreite entspricht in der Regel der damals üblichen: Das Wohnhaus mit der Giebelseite zur Gasse, neben der Hofeinfahrt die Stallungen, hinten in der Hofreite die Scheune quer.
Der Schattenfall entspricht der geografischen Lage Flörsheims, (heutige Kirchturmspitze 50°00´43´´ N, 8°25´41´´ O) und der Uhrzeit 12:26 MEZ am 21. Juni (Sommersonnenwende). Das heißt, die wahre Ortszeit in Flörsheim ist 12:00 Uhr, und die Sonne steht im Süden. Das ist der Zeitpunkt im Jahr, an dem die Schatten in Flörsheim am kürzesten sind. Die Grabenstraße verläuft im Winkel von 50° zur Nordrichtung.
1656 gab es in Flörsheim nur zwei Bezeichnungen für Straßen/Gassen: die Obergass (Hauptstraße) und die Untergass (Untermainstraße); alle andere Gassen waren gemeine gassen.
Zur Erläuterung der Örtlichkeiten in den folgenden Bildern werden deshalb die heutigen Straßen- und Gassennamen benutzt.
Der Höhenunterschied im Gelände zwischen der Hauptstraße an der Kirche und der großen Mainpforte betrug etwa 6 m; er wurde im Modell nicht berücksichtigt, um den Aufwand für die Modellbildung in Grenzen zu halten.
Auf “fotorealistische” Effekte (marode Dächer und Zäune, verfallene Ställe etc.)  wurde verzichtet, insofern liefert das Modell ein idealisiertes Bild des Dorfes.
Das Modell besteht aus 196.000  sichtbaren Polygonen; einschließlich der ausgeblendeten sind es 32 Mio. Flächen (inkl. Komponenten wie Bäume, Leiterwagen, Fässer etc.). Zu technischen Details der Modellbildung siehe hier

Das Zentrum des Dorfes mit der Kirche und dem Kirchhof (Friedhof), dem weyer (Löschwasserteich), der kleinen Hofreite des Gerichtschreibers/Schulmeisters Johannes Hofmann und einem Garten bei dem Kreuz, wo 1671 das neue Rathaus und nach dessen Abriss 1898 die neue Kirchschule gebaut wurden. Links davon das Pfarrgelände mit dem Pfarrhaus und der großen Pfarr-/Zehntscheune. Auf dem Pfarrgelände hinter dem Pfarrhaus das Haus des Juden Lesser und die Schmiede von Michael Rembling an der Hauptstraße. In der Bildmitte der Dorfplatz mit der Dorflinde und der unteren Friedhofstür, wo die häufigen Prozessionen ihren Anfang nahmen.
Am unteren Bildrand die mainseitige Mauer mit der großen Mainpforte und weiter links dem kleinen Mainpförtlein. Dazwischen die Doppelhofreite von Caspar Bawel. Oberhalb in Richtung Pfarrhaus der Hof des Bäckers Johannes Bomesser, links daneben die Hofreite von Martin Albrecht. Rechts der großen Mainpforte der Vorgängerbau des Gasthauses “Zum Hirsch” an der Einmündung der Obermainstraße. Die große Hofreite gehörte 1656 Philipp Breckheimer, der auch Pförtner der großen Mainpforte war.  Dahinter zwei Hofreiten von Georg Lindheimer, und oberhalb an der unteren Kirchgasse die Doppelhofreite von Hans Thomas von der Pfarrer-Münch-Straße bis zur Borngasse. An der Mitte der Borngasse der gemeine kegelplatz. Am unteren Ende der Borngasse links der Wirtschaftshof der Dominikaner von Frankfurt, denen auch das gegenüberliegende Gelände an der Mainmauer gehörte. Rechts daneben das Wohnhaus von Hans-Peter Staab , gebaut 1667, siehe auch hier.
Hinter der Kirche die Hauptstraße mit dem charakteristischen Verlauf und das Rathaus in der Nähe des Margarethaturms. Einzelheiten zu diesem Bereich weiter unten auf dieser Seite. 

Zwischen Karthäuserhof und Pfarrhof. Links vom Pfarrhof an der Untermainstraße die Hofreite von Vian Thuan, siehe weiter unten. Links daneben die Höfe von Georg Allendorf, Vincenz Schierstein, Hans-Jacob Götzel und - auf der anderen Seite der Gasse, die heute nicht mehr existiert - der Hof von Johannes Nauheimer. Richtung Main links neben der Schmiedgasse die Hofreiten von Velten Hulpert, Georg Allendorf mit dem Unterbackhaus und von Georg Eckhart und Johannes Bomesser an der Mainmauer.
In der Bildmitte links der Wirtschaftshof der Karthäuser, siehe hier, das Wohnhaus an der Untermainstraße (der heutige Bau ist ein Neubau von 1733), die große Scheune an der Hauptstraße. Rechts daneben die Hofreiten von Hans Duchmann und Johannes Nauheimer. Am unteren Bildrand  die untere Mainpforte (“Strohpförtchen”), links der Karthäuserstraße an der Mauer der Hof von Gerhard Eckert.
.Rechts davon die Hofreiten von Joachim Faulborn, Johannes Eckhart und Wilhelm Neu mit einer Scheune im Rohbau .

Der südwestliche Bereich des Unterfleckens mit Niederturm, dem kleinen Mainpförtchen und der Unterpforte oben links. Die Ortsmauer links ist der Untergraben. Zwischen Niederturm und Pförtchen die Doppelhofreite von Velten Simmon, rechts daneben der Hof von Melchior Friedrich, ein zweiter von Balthasar Hochheimer und der von Cles Kaus mit dem auf die Mauer gebauten Wohnhaus..
Von der Untermainstraße zur Hauptstraße die Walbergasse. Links der Walbergasse der Hof von Balthasar Mülich, daneben der von Jacob Diehl (siehe auch hier), darüber der von Conrad Wilhelm.
Rechts der Walbergasse die drei Hofreiten von Reitz Treutel, des Zimmermanns Dietrich Strasman und von Wolf Reidlinger mit einer Scheune im Bau. Rechts daneben an der Untermainstraße der Hof von Philipp Melchior, dem auch der hofreithplacke darüber mit der anachronistischen Deutschlandfahne  gehörte. Hier betrieb Caspar Schugmann die erste überlieferte Heckewirtschaft, siehe weiter unten.
Westlich des Karthäuserhofes die Hofreiten von Balthasar Hochheimer und Caspar Mohr an der Untermainstraße und die von Johannes Wirschinger und eine weiterere von Melchior Friedrich an der Hauptstraße.

Der spätere “Frankfurter Hof”, siehe hier. Links das Wohnhaus des früheren Oberschultheißen Johann Conrad Spahn, rechts an der heutigen Rathausgasse das Wohnhaus von Hans-Peter Wolpert mit dem ältesten in Flörsheim datierbaren Keller von 1610. Seine Tochter Eva heiratete den Rittmeister Heinrich Pfannkuch und ließ nach dessen Tod den Anbau erstellen, das “Pfannkuchische Haus”- die erste Schildwirtschaft Flörsheims, 1670 (“Zum Engel”).
1674 erwarb Johann Lindheimer das Anwesen, 1724 Hermann Jacob Firnhaber, beide Frankfurter Bürger und Flörsheimer Einwohner. Das heutige Hauptgebäude (Museum) enstand um 1725. Um 1805 eröffnete Johann Schmitt hier die Gaststätte “Zum Franfurter Hof”. Von 1884 bis 1919 war das Hauptgebäude das Flörsheimer Rathaus. An der Stelle der Scheune wurde 1884 die Grabenschule gebaut.

Der Oberflecken. Unten der Oberturm (heutiger Mainturm) und die kleine Mainpforte (Gänspforte), dahinter der Vorgängerbau des späteren Gasthauses “Zum Anker” am unteren Teil der Obermainstraße. Die große Hofreite zwischen kleiner Mainpforte und Oberturm ist die von Marcus Neumann, dessen Sohn, Johannes Neumann, als Gerichtschreiber das Stockbuch geführt hat.. Östlich der Fischergasse die Höfe von Daniel Feuerbach und Heinrich Kester (das spätere Gasthaus “Zum Engel”).  Der große freie Bereich in der Bildmitte war Almende (Gemeindebesitz).
Vom Knick der Obermainstraße bis zur Einmündung der Hauptstraße liegen links die Hofreiten von Johannes Kohl, Sebastian Eberwein, Michael Gerlach, Jacob Breckheimer und Hans Closmann. Rechts der Obermainstraße die Höfe von Nicolaus Hardt, Johann Heinrich Schreiner, Johann Krehmer, Sebastian Schweinhart mit dem Oberbackhaus. Dahinter das Anwesen von Georg Lindheimer (Keller 1661) und das Bring´sche Anwesen an der Oberpforte, siehe weiter unten.

ie ofreiten von Philipp Melchior

Der charakteristische Knick der Obermainstraße mit Turmgasse und Oberturm. Blickrichtung: Osten. Links der Turmgasse zwei Hofreiten von Nicolaus Hardt, dazwischen an der Mauer ein Garten von Peter Hardt. Rechts der Gasse die große Hofreite von Marcus Neumann. Nördlich der Obermainstraße (unten im Bild) die Höfe von Sebastian Eberwein (links), Hans Kohl und Heinrich Kester; das weiße Wohnhaus von H. Kester ist der spätere Gasthof “Zum Engel” (1671).

Maßstab: Ein Mauerelement wie am rechten Bildrand hat eine Länge von 17 m.

Nordöstlich der Niederpforte am Graben (der späteren Grabenstraße). An der Pforte ein Grundstück von Johannes Ackermann´s Witwe mit einer Scheune. Daneben an der Mauer Hans Seyb, darunter die Höfe von Hans-Peter Schuhmacher, in dessen Haus die ersten Pesttoten auftraten, und ein Bauplatz von Caspar Theis, darunter an der Hauptstraße Caspar Theis und Hans Eckhart.
Im nächsten Block an der Mauer Hans Hardtmann und Johann Best, darunter ein unbebautes Grunstück von Johannes Hoffmann und der Hof von Johann Adam Hausmann. An der Hauptstraße Johannes Wirschinger und Simon Nepp. Rechts der nächsten Gasse an der Mauer Johann Schaber, Fritz Treutzel und Hans Bawel an der Hauptstraße. Weiter nordöstlich entlang der Kohlgasse das Anwesen von Johann Lutz von der Mauer bis zur Hauptstraße (formal drei Hofreiten).

Südwestlich des Margarethaturms am Graben. Links vom Turm Johannes Dienst von der Mauer bis zur Hauptstraße und die kleinen Hofreiten von Johannes Allenstadt und Wolf Schirling. Im Block links davon die Höfe von Lorenz und Martin Duchmann. Zwischen Rathausgasse und Holzgasse der spätere “Frankfurter Hof”, siehe weiter unten und hier. Zwischen Holzgasse und Häfnergasse die Hofreiten von Georg Flick an der Mauer, Stophel Werckmüller und Johann Friedrich Bender an der Hauptstraße, der als Bäcker das Backhaus auf seinem Gelände betrieb. Zwischen Häfnergasse und Brunnengasse Philipp Lauck an der Mauer, ein weiterer Hof von Vian Thuan mit einem Stall im Bau und Johannes Hardtmann an der Hauptstraße.

Nordöstlich von Margarethaturm und Kirche. Am Turm die kleine Hofreite von Heinrich Vogel, churfürstlicher Trompeter, darunter das Rathaus. Rechts daneben an der Mauer ein Gemeindegrundstück mit einem Schuppen im Bau, darunter die Schmiede von Johann Conrad Mehl. Rechts der Gasse Johann Adam Will an der Hauptstraße und Melchior Wolff und der Jude Hayum an der Mauer.
Weiter nordöstlich die Doppelhofreite von Melchior Rospach von der Mauer bis zur Hauptstraße. Enlang der Synagogengasse Ewald Saltzbütter an der Mauer, darunter Johann Conrad Hardt; auf diesem Gelände wurde 1710 die Flörsheimer Synygoge gebaut. An der Hauptstraße ein Hof von Walter Born.
Rechts der Synagogengasse Johannes Lampert und ein weiterer Hof von Nicolaus Hardt an der Mauer. An der Hauptstraße Johann Krehmer und Johann Brehm.
Südlich der Hauptstraße ab dem Kirchhof die Hofreiten von Philipp Eckhart, Wendel Brehm (1651-1660 Unterschultheiß), Philipp Ruppert und Hans Kehrn mit einem lehre hoffraith pflacke.

Südlich der Oberpforte.  An der Pforte Johannes Bomesser jun. und ein zweiter Hof von Walter Born. Darunter Philipp Hardt an der Obermainstraße und Johannes Breis. Darunter Ecke Hauptstraße - Obermainstraße der Fassbinder Hans-Peter Christ. Im Block links daneben Adam Schelnhamer und Johannes Ackermann´s Witwe an der Mauer, an der Hauptstraße der Schuhmacher Johannes Rungel und der Hof von Hans Kehrn. Rechts der Obermainstraße das Anwesen von Balthasar Bring (1656 bereits in Kirchenbesitz), das Anwesen von Georg Lindheimer und der Hof von Sebastian Schweinhart mit dem Oberbackhaus. Südlich der Hauptstraße Hans Closmann an der Ecke, links anschließend Adam Müller, Hans Henn und Hans Kehrn mit dem lehre hoffraith pflacke.

Das Rathaus, an der Hauptstraße gegenüber der Kirche, siehe auch hier. Es wird zum ersten Mal 1514 erwähnt - ein Rathaus hat sicher schon wesentlich früher existiert (Flörsheim hatte seit 1270 eine eigene Gerichtsbarkeit).
Im Obergeschoss der große Rathaussaal, wo die Sitzungen des Gerichtes und der Gemeindevertreter stattfanden, die Stube des Gerichtschreibers und die kleine Rathausstube. Im Erdgeschoss die Feuerwehrgerätschaften: der Feuerwagen und viele Ledereimer, die die “Feuerläufer” zur Brandbekämpfung benutzten, siehe auch hier. Das äußere Erscheinungsbild basiert auf plausiblen Annahmen.
Nach einem Brand 1640 wurde es wiederhergestellt und diente bis 1671 als Rathaus.  Nachdem 1671 das neue Rathaus auf dem Kirchhof gebaut worden war, erwarb der Jude Lesser das Gebäude und betrieb hier seinen Kramladen, den er per Verordnung sonn- und feierttags geschlossen halten musste. Noch nach 1700 existierte es als Wohn- und Wirtschaftsgebäude.
Der Margarethaturm entstand um 1520. Das Fundament wurde 1890 ausgebrochen. Er war der mächtigste der drei Türme und dürfte einen Durchmesser von über 7 m gehabt haben.

Oberere Kirchgasse, Borngasse und Fischergasse. Dieser Bereich ist der älteste und war der am dichtesten bebaute Bereich Flörsheims. An der oberen Kirchgasse gegenüber der Mitte des Kirchhofes die kleine Hofreite des Juden Mayer. Rechts daneben zwei kleine Hofreiten von Peter Hardt (1665-1670 Unterschultheiß), daneben, oberhalb der Borngasse, Michael Christ und an der Obermainstraße Hans-Peter Staab
Kirchgasse und Borngasse waren die ersten spezifischen Gassennamen, die vom Gerichtschreiber benutzt wurden (1682,1684), noch versehen mit dem Zusatz “sogenannt”.
Unterhalb der Fischergasse von der Obermainstraße an Marcus Neumann, Hans Eckhart und Johannes Bengel. Oberhalb der Fischergasse Daniel Feuerbach und Velten Hardtmann´s Erben. Der Bereich mit den Obstbäumen war als Teil der Almende in Gemeindebesitz.

Der Kirchhof von Osten mit der Kirche, wie sie für 1656 rekonstruiert wurde, siehe hier. 1664 wurde ein neues Kirchenschiff gebaut, wobei Chor und Turm der alten Kirche erhalten blieben. Der heutige Turm stammt von 1706 und das heutige Schiff von 1766.
Unten am Kirchhof Wohnhaus/Schule des Schulmeisters/Gerichtschreibers Johannes Hoffmann und in der südwestlichen Ecke ein Garten neben dem Kreuz, siehe weiter unten. In der gleichen Ecke am Dorfplatz mit der Linde die untere Kirchhoftür, wo die häufigen Prozessionen begannen. Der Kirchhof hatte eine Fläche von ca. 3500 m², wovon etwa ein Drittel als Friedhof genutzt wurde.
Unterhalb des Kirchhofs die Doppelhofreite von Hans Thomas, an der Kirchgasse das Pfarrhaus, das Haus des Juden Lesser, das 1672 im Krieg zerstört wurde, und die Schmiede von Michael Rembling. An der Hauptstraße neben dem Rathaus die Schmiede von Johann Conrad Mehl.

Kirche und Kirchhof von Westen. Unten rechts die Schmiede von Michael Rembling, am Ende der Hauptstraße das Anwesen von Georg Lindheimer, siehe weiter unten auf dieser Seite.

Der Pfarrhof mit dem 1685 gebauten Pfarrhaus, siehe hier. Das gesamte Gelände gehörte seit 1184 dem in Flörsheim zehntberechtigten Liebfrauenstift in Mainz. Unten die große Pfarr-/Zehntscheune (Grundmauern von 1266) und der Pfarrgarten, rechts Kuh- und Schweineställe und das Kelterhaus, die Einfahrt befand sich an der Untermainstraße. Pfarrhaus, Scheune und Wirtschaftsgebäude wurden 1974 abgerissen
Ebenfalls auf dem Pfarrgelände die Häuser von Lesser und Michael Rembling mit der Schmiede; an dieser Stelle enstand später das Gasthaus “Zur Eintracht”/”Zum Scharfen Eck”, siehe hier.

Der Wirtschaftshof der Karthäuser, siehe hier. Das Wohngebäude an der Untermainstraße, die große Pacht- und Zehntscheune an der Hauptstraße.Die Karthäuser waren in Flörsheim nicht zehntberechtigt, wohl aber in Wicker und Weilbach. Die Pachtscheune diente zur Lagerung der Naturalienpacht aus ihren Flörsheimer Äckern, die Zehntscheune als Lager für den Wickerer und Weilbacher Zehnten.
Die Karthäuser besaßen in Flörsheim 8 Morgen Weingärten; der hier erzeugte Wein wurde in Fuderfässern in das Stammkloster nach Mainz verschifft.
Der Hof geht auf das Jahr 1370 zurück; das heutige Wohngebäude wurde 1733 gebaut. 1781 kam der Wirtschaftshof in den Besitz der Mainzer Universität, später in Privatbesitz.

Die große Hofreite von Balthasar Bring an der Oberpforte, Georg Lindheimer südlich davon (Norden ist im Bild unten).
1513 erwarb Hans Bring den Hof von Ort Scheffer. Sein Sohn, Michael Bring, musste sich 1589 verpflichten, einen Abstand von 6 schuh (1,80 m) zwischen seinem Grundstück und der Mauer einzuhalten, damit der Gang an der Mauer frei blieb. 1608 war Balthasar Bring im Besitz des Anwesens, das er mit seinem gesamten Vermögen an seine Frau vererbte, die 1616 als Hexe verbrannt wurde. Danach gehörte es der Kirche bis es 1662 an Johannes Stein, dem späteren Oberschultheißen, verkauft wurde (Stein´sches Haus”). Martin Born, einer seiner Schwiegersöhne, veräußerte den Besitz 1691 an den namentlich nicht bekannten Sekretär eines Mainzer Hofrates für 733 fl. Von dem stattlichen Anwesen ist heute nichts mehr übrig.
 

Das Anwesen von Georg Lindheimer an der Obermainstraße, siehe hier und hier, der es 1646 von Hans Kohl durch Tausch übernahm und 1661 ein neues Wohnhaus und neue Wirtschaftsgebäude baute (oben und rechts). Die Inschrift über dem Kellereingang ist 16GLW61 (Georg Lindheimer von Wurth 1661).
1672 ging es an seinen Sohn Thomas Lindheimer, 1715 an dessen Schwiegersohn Johann Friedrich von Uffenbach, auf den vermutlich das heutige Aussehen des Wohnhauses zurückgeht. Die nachfolgenden Besitzer waren Gottfried von Gall, Martin Neumann, Oswald Weilbächer, Franz Ruppert, Dr. Hugo Nördlinger, Heinrich Faber und Dirk Budde (heute).
Bereits von Uffenbach hatte durch Kauf der südlichen, mauernahen Grundstücke einen Garten bis zur oberen Eisbrech geschaffen, siehe auch hier. Südlich des Anwesens die Hofreite von Sebastian Schweinhart mit dem Oberbackhaus.
In der Abb. rechts unten das heutige Hauptgebäude, wie es um 1720 entstand. Der Keller ist noch der von 1661.

Schatten ausgeblendet

Die obere Eisbrech am Obergraben. Von Uffenbach hatte bis 1729 durch Zukauf sein Grundstück entlang der Mauer bis hierhin erweitert und schuf damit die noch heute bestehenden Grundstücksgrenzen. Hugo Nördlinger ließ um 1910 die obere Eisbrech zu einem Aussichtstürmchen in seinem Garten ausbauen - von einigen Lokalhistorikern für einen vierten Wehrturm gehalten, siehe hier.
Links die Höfe von Johann Krehmer in Erbpacht der Dominikaner von Frankfurt und Johann Heinrich Schreiner am Bildrand. An der Mauer ein Holzlager auf Gemeindegelände.

Die drei Eisbreche nördlich des Oberturms von Osten.
In manchen Jahren reichte das Mainhochwasser bis zur oberen Eisbrech, und die überschwemmten Gebiete waren bis ins Frühjahr zugefroren (“Kleine Eiszeit”), siehe hier. Der Zweck dieser Mauerverstärkungen war, die Mauer zu stabilisieren (Sicke) und so die Mauer bei Eisgang vor Beschädigungen zu schützen (die Strömungsrichtung des Mains wäre in diesem Bild von rechts nach links).

Die Hofreite von Philipp Breckheimer an der großen Mainpforte am Ende der Obermainstraße. Die Gasse hinter dem Anwesen ist die heutige Pfarrer-Münch-Straße. In den 1630er Jahren war  Ph. Breckheimer auch Pförtner der großen Mainpforte. 1670 übernahm Johannes Eckert aus Weilbach den Hof; sein Enkel Oswald Anschütz, Fassbinder und Bierbrauer, eröffnete hier um 1705 das Gasthaus “Zum Hirsch”, siehe hier. Die Mainterasse des heutigen Gasthofes reicht genau bis an die frühere Ortsmauer
Das Grundstück unten an der Mainmauer war Gemeindeeigentum und wurde 1704 an Nicolaus Britsch verkauft, verbunden mit der Erlaubnis, hier eine Barbierstube und ein “Bad” zu betreiben.

Die Doppelhofreite von Hans Thomas an der unteren Kirchgasse zwischen Dorfplatz und Borngasse. Das Wohnhaus an der Ecke Borngasse erbte sein Schwiegersohn Martin Brehm. Dessen Tochter heiratete den aus Ungarn stammenden Caspar Bürgermeister, und beide eröffneten hier 1706 die Schildwirtschaft “Zum Karpfen”. Darunter eine Doppelhofreite von Georg Lindheimer und der Gemeindekegelplatz an der Borngasse.

Die Doppelhofreite von Caspar Bawel an der Mainmauer zwischen großer Mainpforte und dem Mainpförtchen am Ende der Schmiedgasse. Er kam 1618 von Leutbach (Würzburg) nach Flörsheim. Die beiden Grundstücke stammten von Christ Georg Wilhelm und wurden 1646 von Hans Wiget erworben, der sie 1650 an Caspar Bawel verkaufte. 1666 verkaufte er den Hof an Hans Kohl und erhielt lebenslanges Wohnrecht. Zur Lokalisierung des Mainpförtchens siehe hier.
Die große Mainpforte war, wie die anderen Pforten, ein massiver Bau aus Kalkbruchsteinen mit Pechnase, Schieferdächern und einer Gesamthöhe bis zum Dachfirst von 11- 12 m.  Die Pförtnerstuben im oberen Bereich waren beheizbar, wie die Schornsteine zeigen. Die Durchfahrtshöhe betrug ca. 3,5 m, siehe auch hier.

Die Hofreite von Gerhard Eckhart an der unteren Mainpforte (“Strohpförtchen”) zwischen Untermainstraße und Mainmauer. Gerhard Eckhart kam wie sein Bruder Hans (Höfe Nr. 91) von Weilbach nach Flörsheim und besaß 1656 34 Morgen Äcker und 5 Morgen Weingärten. Sein Sohn Philipp hatte den Hof Nr. 78 an der Kirche. Die drei waren die Stammväter der Flörsheimer Eckharte (Eckerte) und brachten es zusammen auf 142 Morgen Äcker und 25 Morgen Weingärten.
Rechts daneben der Hof von Cles Kaus mit dem auf die Mauer gebauten Wohnhaus. Links der Hof von Joachim Faulborn. Die Scheune im Bau gehörte zum Hof von Wilhelm Neu.

Die beiden Hofreiten von Velten Simmon vom Niederturm bis zum kleinen Mainpförtlein. Er kam aus Stockheim, war Zimmermann und bewirtschaftete 12 Morgen Äcker und 3 Morgen Weingärten. Er hatte keine Nachkommen und hinterließ 288 fl Schulden - Hofreiten und Grundbesitz wurden versteigert.
Den linken Hof bewohnte Georg Wiget, ebenfalls Zimmermann.

Der Niederturm, enstanden um 1490, wurde 1845 abgerissen, 1890 stand noch ein 1,5 m hoher Stumpf. Wahrscheinlich befindet sich das Fundament noch in der Erde. Der Turm hatte eine Höhe bis zur Dachspitze von etwa 16 m, der gemauerte Bereich war 10 m hoch; der Durchmesser betrug 7 m und die Wandstärke 1,5 m.

Ansicht des Dorfes von Südwesten. Die Entfernung von der Niederpforte bis zum Niederturm betrug 170 m, von der Niederpforte bis zum Margarethaturm 330 m. Ein Mauerelement (zwischen zwei breiten Stützen) hat eine Länge von 17 m. Die Schattenrichtung ist Norden.
Insgesamt gab es innerhalb der Ortsmauer 123 bebaute oder bebaubare Grundstücke (inkl. Gärten, Doppelhofreiten zweifach und Dreierhofreiten dreifach gezählt, ohne Kirchhof, Pfarrhof und Karthäuserhof) verteilt auf 100 Besitzer. Im Stockbuch benannte Insassen/Beisassen (Mieter) war der Schmied Michael Rembling auf Pfarrgelände, der Fassbinder Caspar Maul in der Hofreite von Johannes Lutz, der Wirt Caspar Schugmann in einem Hof von Philipp Melchior, der Zimmermann Georg Wiget in einem Hof von Velten Simmon und Reinhard Budinger in einem Hof von Georg Allendorf.

Die Hofreite von Jacob Diehl, Ecke Untermainstraße - Hochheimer Straße.
Diese Hofreite in der Nähe des Niederturms war 1602 im Besitz von Conrad Lauck, dem ersten fassbaren Stammvater der Flörsheimer „Laucke“. Nach seinem Tod heiratete seine Witwe Margaretha, geb. Raunheimer, im Jahr 1606 Caspar Diehl, auf den die Flörsheimer “Diehle” zurückgehen. Die Hofreite ging an ihren Sohn aus erster Ehe Cles Lauck.
Nach dessen Tod 1648 fiel die Hofreite an die Gemeinde. Entweder war sie im Krieg verlassen worden, oder Schulden konnten nicht bezahlt werden. Einer der Söhne aus zweiter Ehe, Jacob Diehl, kaufte sie 1652 von der Gemeinde für 150 fl per Hypothek zurück.

Jacob Diehl starb 1666 an der Pest. Die beiden Söhne Christ Georg und Johann Heinrich Diehl teilten sich die Hofreite zur Hälfte.  Christ Georg übernahm das Wohnhaus und Johann Heinrich die restliche, südliche Fläche der Hofreite, wo er mit dem Bau eines Wohnhauses begann.
Martin Diehl, ein Sohn von Johann Heinrich Diehl, verkaufte 1714 ein Stück seiner Hofreite an Meister Simon Kohlenberger, dessen Vater aus Bayern zugewandert war für 53 fl und teilte damit die unter Hälfte der Hofreite noch einmal quer zur späteren Hochheimerstraße, die Breite dieses Stückes betrug 25 Schuh, ca. 8 m.
Die ursprüngliche Hofreite von Jacob Diehl hatte eine Seitenlänge von etwa 30 m. Nach zwei Teilungen waren somit bis 1714 daraus drei kleine Hofreiten mit Seitenlängen entlang der Straße von 15 m, 8 m und 9 m entstanden. Zu Details siehe hier.

 

An der Niederpforte ein Grundstück der Witwe von Johannes Ackermann mit einer Scheune. Joh. Ackermann stammte aus Raunheim, heiratete 1632 Anna Catharina Duchmann und ließ sich in Flörsheim nieder. 1656 besaß die Witwe 41 Morgen Äcker und 8 Morgen Weingärten. Die anderen Gebäude des Grundstücks wurden vermutlich im Krieg zerstört (direkt an der Niederpforte).
Darunter der Hof des Schneiders Hans-Peter Schuhmacher. Vier seiner Kinder waren die ersten im Kirchenbuch verzeichneten Pesttoten 1666. Er lebte von seinem Handwerk und besaß lediglich 1 Morgen Weingarten. 
Links unten die Hofreite von Caspar Theis, dem auch der Bauplatz rechts unten gehörte. Seine Eltern stammten aus Mertzhausen bei Fulda. Er war Strohschneider (Strohdächer) und besaß 61 Morgen Äcker und 4 Morgen Weingärten. 1656 war sein Spitzname “Strohcasper”.
Am Graben der Hof von Hans Seyb mit 17 Morgen Äcker und 2 Morgen Weingärten.

Ein hofreithplacke von Philipp Melchior mit einem kleinen Wohnhaus, in dem Caspar Schugmann wohnte. Caspar Schugmann war vermutlich Kriegsveteran - im Inventar finden sich eine Muskete und zwei Degen. Er hatte keinen Grundbesitz und betrieb hier eine der ersten in Flörsheim überlieferten Heckewirtschaften (Straußwirtschaft) bevor es Schildwirtschaften gab. Er starb 1666 und hinterließ ein neu gebautes Haus.

Die drei Hofreiten zwischen der Häfnergasse (oben) und der Brunnengasse (unten), die Hauptstraße ist rechts.
An der Hauptstraße der Hof von Johannes Hardtmann. Sein Vater, Hans Hardtmann (Hof Nr. 24), kam von Schlerbach (Hanau) nach Flörsheim. Joh. Hardtmann war 1656 Besitzer der Untermühle, die er 1668 an Anton Hambach verkaufte.
In der Mitte ein zweiter Hof von Vian Thuan, der 1660 seinen gesamten Besitz mit 148 Morgen Äcker und 11 Morgen Weingärten an die Dominikaner von Frankfurt verkaufte und Flörsheim verließ. Er war bis dahin der größte Grundbesitzer in Flörsheim. Sein erster Hof (Nr. 26)  neben dem Pfarrhof wurde zum neuen Wirtschaftshof der Dominikaner.
An der Mauer die Hofreite von Philipp Lauck. Es ist nicht das Grundstück, auf dem sein Nachfahre und Bürgermeister von Flörsheim, Jakob Lauck, seine Villa an der Grabenstraße errichten ließ. Er starb 1672 mit 38 Jahren. Ob er als Schreiner Särge herstellte, ist nicht überliefert.

Links neben dem Margarethaturm oberhalb des Rathauses die kleine Hofreite des churfürstlichen Trompeters Heinrich Vogel, zu dessen Besitz 93 Morgen Äcker und 8 Morgen Weingärten gehörten. Er dürfte sich nur selten in Flörsheim aufgehalten haben; in Gerichtsbüchern wird er kaum erwähnt, am politischen und kulturellem Leben nahm er nicht teil. Links daneben ein gemeindeplacke.
Links vom Rathaus das Wohnhaus und die Schmiede von Hans Conrad Mehl, der auch 19 Morgen Äcker und 3 Morgen Weingärten bewirtschaftete. Er gehörte zu den vielen Handwerkern, die das Handwerk nebenberuflich ausübten. 1657 kaufte der Gerichtschreiber Johannes Hoffmann Wohnhaus und Schmiede. Seine Witwe heiratete 1666 Georg Wiget, der damit Besitzer dieses Grundstücks oberhalb des Rathauses wurde. Diese Tatsache ist eine Schlüsselinformation zur Bestimmung der Lage des Rathauses.

An der Hauptstraße Ecke  Kirchhof  der Hof von Philipp Eckhart mit 39 Morgen Äcker und 6 Morgen Weingärten. Er starb 1663 mit 39 Jahren und hinterließ sechs unmündige Kinder.
Weiter östlich daneben Wendel Brehm mit 55 Morgen Äcker und 4 Morgen Weingärten; er war von 1651 bis 1660 Unterschultheiß.
Daneben an der Hauptstraße Philipp Ruppert mit 68 Morgen Äcker und 3 Morgen Weingärten. Diesen Hof hatte er 1656 von Hans Kohl durch Tausch erworben. Sein früherer Hof war die Nr. 89 im Knick der Obermainstraße (erstes Bild auf dieser Seite), die Hans Kohl erhielt, zusammen mit der schiffung, nege  (Nachen), sambt Allem geschir Undt Zugehör. Philipp Ruppert war vorher Fährmann auf dem Main und wechselte  offenbar 1656 vom Fährmann zum Bauern und Winzer. Von 1670 bis 1679 war er Unterschultheiß.
Unterhalb von Philipp Eckhart an der oberen Kirchgasse die kleine Hofreite des Juden Mayer, darunter Peter Hardt, links unten Johannes Bengel, siehe nächstes Bild.
Der Bereich mit den Obstbäumen und Eichenstämmen war als westlicher Teil der Almende Gemeindebesitz. Das “Gemeindeobst” wurde jährlich von den Bügermeistern verkauft.

Die Hofreite von Hans-Peter Christ an der Ecke Hauptstraße/Obermainstraße. Er war Fassbinder und besaß 1 Morgen Weingarten. Am 15.3.1688 ist er mit 61 Jahren im Main ertrunken zusammen mit Johannes Jung aus Haßloch, Schäfer in Flörsheim.
Links neben der Gasse das Haus des Schuhmachers Johannes Rungel. Er hatte keinen weiteren Grundbesitz und auch keine Scheune. Er lebte hauptberuflich vom Schusterhandwerk. 
Die Oberpforte war 1513 fertiggestellt. Alle großen Torbauten wurden 1764 abgerissen.

Das obere Ende der Borngasse, unten die Kirchhofmauer. In der Bildmitte die kleine Doppelhofreite von Peter Hardt mit 53 Morgen Äcker und 5 Morgen Weingärten. Er war von 1665 bis 1670 Unterschultheiß.
Links davon der Hof des Juden Mayer und rechts Michael Christ mit 21 Morgen Äcker und 4  Morgen Weingärten. Oberhalb der Hof von Johannes Bengel mit der Einfahrt am Ende der Fischergasse.
Rechts unten ein Wohnhaus von Hans Thomas, wo 1706 die Schildwirtschaft  “Zum Karpfen” eröffnet wurde.

Vom Dorfplatz zur großen Mainpforte. Die Entfernung von der Dorflinde zur Pforte beträgt 75 m. Links das Haus von Hans Thomas, rechts das von Johannes Bomesser.

Vom Dorfplatz zum Margarethaturm. Die Entfernung von der Linde bis zum Turm beträgt 120 m. An der unteren Kirchhoftür begannen die Prozessionen.

Vom Knick der Obermainstraße nach Norden zur Oberpforte. Von hier bis zur Pforte sind es 150 m. Links das Kelterhaus von Hans Kohl, rechts ein Haus von Nicolaus Hardt.

Vom Knick der Obermainstraße in Richtung große Mainpforte. von hier bis zur Pforte sind es etwa 130 m. Links das Wohnhaus von Marcus Neumann, rechts das von Heinrich Kester, das spätere Gasthaus “Zum Engel”. Dahinter das Haus von Daniel Feuerbach, das spätere Gasthaus “Zum Stern”. Das spätere Gasthaus “Zum Anker” gegenüber ist in dieser Perspektive nicht zu sehen.

Das Ende der Untermainstraße am Dorfplatz. Links der Pfarrhof, rechts die Häuser von Johannes Bomesser und Hans Thomas. Am Ende der unteren Kirchgasse Peter Hardt.

Die Untermainstraße in Richtung Südwesten vor dem Knick. Rechts die Häuserfronten von Caspar Mohr, Philipp Melchior und Reytz Treutel. Geradeaus im Knick Velten Simmon, dahinter der Niederturm.

Die Hauptstraße in Richtung Nordosten von der Kirchhofecke aus. Von hier bis zur Obermainstraße  und zum Anwesen von Georg Lindheimer sind es 170 m. Rechts das Haus von Philipp Eckhart am Ende der oberen Kirchgasse.

Die Hauptstraße vom Rathaus (rechts vorne) nach Südwesten. Links vorne Michael Rembling mit der Schmiede, das spätere “Scharfe Eck”. In der Mitte rechts der “Frankfurter Hof”.

Die Hauptstraße vom Karthäuserhof (Scheune links vorne) in Richtung Südwesten. Am Ende die Mauer am Untergraben (Hochheimer Straße). An dieser Stelle wurde 1712 das von Georg Adam Sesseler gestiftete Pestkreuz errichtet. Rechts vorne der Hof von Johann Lutz, dahinter Hans Bawel.

Vom Ende der Hauptstraße zum Niederturm, von hier bis zum Turm sind es 100 m. Links die Höfe von Conrad Wilhelm und Jacob Diehl.

Vom Ende der Hauptstraße zur Niederpforte, von dort bis zur Pforte sind es 70 m. Das Eckhaus ist das von Caspar Theis, dahinter Hans-Peter Schuhmacher.

Der südwestliche Ausgang des Margarethaturms zum Wehrgang. Rechts der Hof von Heinrich Vogel. Zum Wehrgang und seiner Konstruktion siehe hierSchatten ausgeblendet

Der Auf- und Eingang zum Oberturm. Auf die Konstruktion einer hölzernen Treppe an einer zylindrischen Wand wurde bisher verzichtet.

Der südwestliche Übergang von der Niederpforte zum Wehrgang

In der südwestlichen Ecke des Kirchhofes ein kleiner Garten, der 1650 von Vian Thuan gekauft wurde; er wird schon 1545 als gaden uff dem Kyrchoiff naher dem Kyrch Born (Brunnen) neben dem creutz erwähnt.

Eine fiktive Grabplatte desjenigen, der das Modell gemacht hat.

Zu Details der Modellbildung siehe hier

Flörsheim 1656 - Das 3D-Modell