Dieses Computermodell stellt Flörsheim in der Mitte des 17. Jhdts. dar.  Es ist weitgehend maßstabsgetreu; alle derzeit bekannten Fakten wurden berücksichtigt. Die Ausdehnung der Ortsbefestigung, die Abmessungen der Türme, der Torbauten und der Mauer sind bekannt, ebenso die Maße von Kirche, Pfarrhaus (die Baupläne des 1685 gebauten Pfarrhauses sind erhalten, siehe hier), des Wirtschaftshofs der Karthäuser und von einzelnen Hofreiten. Das Modell basiert auf dem Grundriss von Plan A, der die Lage aller Hofreiten innerhalb der Ortsmauer im Jahr 1656 beinhaltet. Die Namen der Hofreitbesitzer kann man hier finden. Einige Gebäude stammen aus Zeiten bis 1690.
Die Modellierung von Wohnhäusern, Scheunen, Ställen, Schuppen und Kelterhäusern basiert u.a. auf der Auswertung von 90 Inventarlisten, die für die zweite Hälfte des 17. Jhdts. in den Gerichtsbüchern erhalten sind.
Es gab zwei Grundtypen von Wohnhäusern: Ganzfachwerkkonstruktionen vorwiegend für eingeschossige Häuser und Häuser mit einem aus Kalkbruchsteinen gemauertem Erdgeschoss vorwiegend für zweigeschossige Häuser, siehe auch hier. Die meisten Häuser waren mit Schiefer gedeckt (leyensteine), Stallungen und Scheunen teilweise mit Stroh. Einige Häuser waren weiß angemalt.
In dem Modell wurde die Größe der Wohnhäuser mit dem bekannten Besitzstand des jeweiligen Besitzers korreliert.
Die Anordnung der Gebäude innerhalb einer Hofreite entspricht in der Regel der damals üblichen: Das Wohnhaus mit der Giebelseite zur Gasse, neben der Hofeinfahrt die Stallungen, hinten in der Hofreite die Scheune quer.
Der Schattenfall entspricht der geografischen Lage Flörsheims (heutige Kirchturmspitze 50°00´43´´ N, 8°25´41´´ O (eine Bogensekunde auf 50° N entspricht einer Entfernung in Ost-West-Richtung von 20 m)) und der Uhrzeit 12:26 MEZ am 21. Juni (Sommersonnenwende). Das heißt, die wahre Ortszeit in Flörsheim ist 12:00 Uhr, und die Sonne steht im Süden. Das ist der Zeitpunkt im Jahr, an dem die Schatten in Flörsheim am kürzesten sind. Die Grabenstraße verläuft im Winkel von 49° zur Nordrichtung.
Die hellgrünen Bäume sind Trauerweiden, wovon es in Flörsheim sehr viele gab. In der Flörsheimer Gemarkung wurden Weiden, insbesondere dort als Kopfweiden,  in Weidenklauern kultiviert. Weidenzweige dienten u.a. zur Herstellung von Fassreifen, siehe hier.   
1656 gab es in Flörsheim nur zwei Bezeichnungen für Straßen/Gassen: die Obergass (Hauptstraße) und die Untergass (Untermainstraße); alle andere Gassen waren gemeine gassen.
Zur Erläuterung der Örtlichkeiten in den folgenden Bildern werden deshalb die heutigen Straßen- und Gassennamen benutzt.
Der Höhenunterschied im Gelände zwischen der Hauptstraße an der Kirche und der großen Mainpforte betrug etwa 6 m; er wurde im Modell nicht berücksichtigt, um den Aufwand für die Modellbildung in Grenzen zu halten.
Das Modell soll als Modell erkennbar bleiben; auf “fotorealistische” Effekte (marode Dächer, verfallene Ställe etc.)  wurde verzichtet. Es soll kein Eindruck von Detailgenauigkeit erzeugt werden, die wir nicht haben.
 

Das Zentrum des Dorfes mit der Kirche und dem Kirchhof (Friedhof), dem weyer (Löschwasserteich), der kleinen Hofreite des Gerichtschreibers/Schulmeisters Johannes Hofmann und einem Garten mit dem Kreuz, wo 1671 das neue Rathaus und nach dessen Abriss 1898 die neue Kirchschule gebaut wurden. Links davon das Pfarrgelände mit dem Pfarrhaus und der großen Pfarrscheune. Im Mittelpunkt der Dorfplatz mit der Dorflinde und der unteren Friedhofstür, wo die häufigen Prozessionen ihren Anfang nahmen.
Am unteren Bildrand die mainseitige Mauer mit der großen Mainpforte und weiter links dem kleinen Mainpförtlein. Dazwischen die Doppelhofreite von Caspar Bawel. Oberhalb in Richtung Pfarrhaus der Hof des Bäckers Johannes Bomesser, links daneben die Hofreite von Martin Albrecht. Rechts der großen Mainpforte der Vorgängerbau des Gasthauses “Zum Hirsch” an der Einmündung der Obermainstraße. Die große Hofreite gehörte 1656 Philipp Breckheimer, der auch Pförtner der großen Mainpforte war.  Dahinter zwei Hofreiten von Georg Lindheimer, und oberhalb an der unteren Kirchgasse die Doppelhofreite von Hans Thomas von der Pfarrer-Münch-Straße bis zur Borngasse. An der Mitte der Borngasse der gemeine kegelplatz. Am unteren Ende der Borngasse links der Wirtschaftshof der Dominikaner von Frankfurt, denen auch das gegenüberliegende Gelände an der Mainmauer gehörte. Rechts daneben das Wohnhaus von Hans-Peter Staab , gebaut 1667, siehe auch hier.
Hinter der Kirche die Hauptstraße mit dem charakteristischen Verlauf und das alte Rathaus in der Nähe des Margarethaturms. Einzelheiten zu diesem Bereich weiter unten auf dieser Seite. 

Die große Mainpforte, in der Mitte der Dorfplatz mit der Dorflinde, hinten der Margarethaturm.

Der Bereich südwestlich des Dorfzentrums. Links vom Pfarrhof an der Untermainstraße die Hofreite von Vian Thuan, der sie  1660 mit seinem gesamten Besitz von 170 Morgen Äcker und Weingärten an die Dominikaner von Frankfurt verkaufte; es war der letzte Wirtschaftshof dieses Ordens in Flörsheim. Links daneben die Höfe von Georg Allendorf. Hans-Jacob Götzel und - auf der anderen Seite der Gasse, die heute nicht mehr existiert - der Hof von Johannes Nauheimer.
Richtung Main links neben der Schmiedgasse die Hofreiten von Velten Hulpert, Georg Allendorf mit dem Unterbackhaus und von Georg Eckhart und Johannes Bomesser an der Mainmauer.  

In der Bildmitte der Wirtschaftshof der Karthäuser, siehe hier, das Wohnhaus an der Untermainstraße (der heutige Bau ist ein Neubau von 1733), die große Scheune an der Hauptstraße. Rechts daneben die Hofreiten von Hans Duchmann und Johannes Nauheimer. Links davon die Höfe von Caspar Mohr und Balthasar Hochheimer an der Untermainstraße und die von Johannes Wirschinger und Caspar Schugmann (im Besitz von Philipp Melchior) an der Hauptstraße; dieses Haus war 1665 das wirtzhaus, eine der ersten überlieferten Heckewirtschaften. 
Am unteren Bildrand  die untere Mainpforte (“Strohpförtchen”), rechts davon die Hofreiten von Joachim Faulborn, Johannes Eckhart und Wilhelm Neu, links die von Gerhard Eckhart und Cles Kaus, dessen Haus auf die Mauer gebaut war.

Der südwestliche Bereich des Unterfleckens mit Niederturm, dem kleinen Mainpförtchen und der Unterpforte oben links. Die Ortsmauer links ist der Untergraben. Zwischen Niederturm und Pförtchen die Doppelhofreite von Velten Simmon, rechts daneben der Hof von Melchior Friedrich und ein ein zweiter von Balthasar Hochheimer. Von der Untermainstraße mit ihrem charakteristischem Verlauf an dieser Stelle die Walbergasse zur Hauptstraße. Links der Walbergasse der Hof von Balthasar Mülich, daneben der von Jacob Diehl (siehe auch hier)l, darüber der von Conrad Wilhelm. Rechts der Walbergasse die drei Hofreiten von Reitz Treutel, des Zimmermanns Dietrich Strasman und von Wolf Reidlinger. Rechts daneben der Hof von Philipp Melchior, dem auch der hofreithplacke darüber und der östlich angrenzende Hof gehörte.
An der Niederpforte ein Grundstück, auf dem nur eine Scheune von Johannes Ackermann stand. Darunter der Hof von Hans-Peter Schuhmacher, an der Ecke der Hauptstraße der Hof von Caspar Theis, daneben der von Hans Eckhart, oben an der Mauer der von Hans Seyb.
Östlich der Gasse Anton Wirschinger und Simon Nepp an der Hauptstraße und Hans Hardtmann und Johann Best an der Mauer; dazwischen Johann Adam Hausmann und ein Garten von Johannes Hofmann. Westlich der Brunnengasse (oberhalb der großen Karthäuserscheune) liegen die drei Hofreiten von Johannes Lutz.    

Nordöstlich des Karthäuser Hofes (links unten), in der Bildmitte die Hauptstraße. Östlich der Brunnengasse die Höfe von Johannes Hardtmann, ein Hof  von Vian Thuan und der von Philipp Lauck am Graben. Rechts daneben das Backhaus und der Hof von Johann Friedrich Bender, der als Bäcker das Backhaus betrieb. Oberhalb Stophel Werckmüller und Georg Flick am Graben. Rechts oben der spätere “Frankfurter Hof”, Einzelheiten weiter unten. Rechts der Karthäuserscheune der Hof von Hans Duchmann, darunter der von Johannes Nauheimer. Rechts neben der Gasse, die heute nicht mehr existiert, die Höfe von Nicolaus Budtel, Margaretha Diepolt und Hans-Jacob Götzel. An der Hauptstraße Johannes Müller und die schräge Hofreite von Vincens Schirstein, die von der Hauptstraße bis zur Untermainstraße reichte.

Nordwestlich des Zentrums; unten in der Bildmitte der Pfarrhof, links daneben die Höfe  von Vian Thuan und Heinrich Seyb. Der Turm ist der Margarethaturm. Links daneben die Höfe von Johannes Dienst, Johannes Allenstadt und Wolf Schirling an der Hauptstraße. Gegenüber der Kirche das Rathaus, dahinter die Hofreite des churfürstlichen Trompeters Heinrich Vogel, neben dem Rathaus an der Hauptstraße die Schmiede von Johann Conrad Mehl.
Die beiden Häuser westlich der Kirche stehen auf Kirchengelände ; das untere war das Haus des Juden Lesser, das  im Krieg 1673 zerstört wurde, das obere war die Schmiede von Michael Rembling (das spätere “Scharfe Eck”). Einzelheiten weiter unten. 

Der Bereich zwischen Kirche und Oberpforte. An der Hauptstraße gegenüber der oberen Kirchgasse die Doppelhofreite von Hans-Peter Rospach, rechts daneben drei Hofreiten von Walther Born, Johann Conrad Hardt und Ewald Salzbütter am Graben. Daneben an der Hauptstraße Johann Brehm und Johann Krehmer. An der Ecke Hauptstraße-Obermainstraße der Hof von Hans-Peter Christ, Richtung Oberpforte der von Philipp Hardt und Johannes Bomesser jun..
Unterhalb der Hauptstraße rechts der Kirche die Hofreiten von Philipp Eckhart, Wendel Brehm (1656 Unterschultheiß), Philipp Ruppert, Hans Kehrn, Hans Henn, Adam Müller und Hans Closmann.

Das Rathaus, an der Hauptstraße gegenüber der Kirche, siehe auch hier. Im Obergeschoss vorne der große Rathaussaal, wo die Sitzungen des Gerichtes stattfanden, hinten die Stube des Gerichtschreibers und die kleine Rathausstube. Im Erdgeschoss die Feuerwehrgerätschaften: der Feuerwagen und etwa 100 Ledereimer, die die Feuerläufer zur Brandbekämpfung benutzten, siehe auch hier. Nachdem 1671 das neue Rathaus gebaut worden war, erwarb der Jude Lesser das Gebäude und betrieb hier seinen Kramladen, den er per Verordnung sonn- und feierttags, wenn man in Flörsheim mit der Prohcession gehet, geschlossen halten musste.

Die Kirchgasse, das Pfarrhaus links, der Kirchhof rechts. Hinter der Hauptstraße das Rathaus und am Ende der Gasse der Margarethaturm.

Die Hauptstraße an der Kirche mit der oberen Kirchhoftür. In der Bildmitte das Wohnhaus und die Schmiede von Michael Rembling, später enstand hier das “Scharfe Eck”, siehe hier.

Der spätere “Frankfurter Hof”, siehe auch hier. Links das Wohnhaus des früheren Oberschultheißen Johann Conrad Spahn, rechts an der heutigen Rathausgasse das Wohnhaus von Hans-Peter Wolpert mit dem ältesten in Flörsheim datierbaren Keller von 1610. Seine Tochter Eva heiratete den Rittmeister Heinrich Pfannkuch und ließ nach dessen Tod den Anbau erstellen, das “Pfannkuchische Haus”- die erste Schildwirtschaft Flörsheims, 1670 (“Zum Engel”). Das heutige Hauptgebäude (Museum) enstand um 1725, an der Stelle der Scheune wurde 1884 die Grabenschule gebaut.

Der Hof des churfürstlichen Trompeters Heinrich Vogel am Margarethaturm hinter dem Rathaus, am “Katzenstuhl”.

Kirche und Rathaus, unten das Haus von Lesser neben dem Pfarrhaus.

Das östliche Ende der Hauptstraße mit dem Anwesen von Georg Lindheimer und seinem Sohn Thomas an der Obermainstraße. Die nachfolgenden Besitzer waren Friedrich von Uffenbach, Daniel Jacob von Gall, Martin Neumann, Oswalt Weilbacher, Franz Ruppert, Dr. Hugo Nördlinger, Heinrich Faber, die Gemeinde Flörsheim und Dirk Budde..

Im Vordergrund links die Hofreite von Balthasar Bring an der Oberpforte, die sich im Besitz der Kirche befand, nachdem am 10. Mai 1618 seine Frau und Alleinerbin als Hexe verbrannt worden war. Dahinter das Anwesen von Georg Lindheimer. Rechts daneben die Hofreite von Sebastian Schweinhart mit dem Oberbackhaus. 

Kirche und Rathaus von Westen. Rechts die Schmiede von Michael Rembling und der obere Garten des Pfarrhofes. Das Wohnhaus westlich des Rathauses ist das von Johannes Dienst.

Der Hof von Cles Kaus mit dem Wohnhaus, wo man das Dach auf die Mauer fallen ließ. Hinter der unteren Mainpforte der Hof von Gerhard Eckhart., dahinter der Karthäuser Hof.

Die kleine Mainpforte mit dem späteren Gasthaus “Zum Anker”. Rechts neben der Fischergasse an der Ecke Obermainstraße der Hof von Daniel Feuerbach, links davon ein Hof von Marcus Neumann.

Der Oberturm, heute ein Teil des Kunstforums, siehe auch hier, rechts die untere “Eisbrech”. In der Bildmitte am Knick der Obermainstraße die Hofreite von Johannes Kohl. Das weiße Haus oben links ist das spätere Gasthaus “Zum Engel” (ab 1672). 1656 gehörte es Heinrich Kester. Hinter der Mauer rechts des Turms  zwei Hofreiten von Nicolaus Hardt; links des Turms die große Hofreite von Marcus Neumann.

Die obere “Eisbrech”, die von Hugo Nördlinger um 1910 zu einem Rondell in seinem Garten umgebaut wurde, siehe auch hier. Dahinter der Hof von Johann Krehmer in Erbpacht der Dominkaner von Mainz. Rechts oben das Anwesen von Georg Lindheimer.

Die Niederpforte mit dem westlichen Ausgang zum Wehrgang., dahinter die Hofreiten von Hans-Peter Schuhmacher und Caspar Theis. Links die Scheune von Johannes Ackermann.

Der Niederturm mit dem nördlichen Ausgang zum Wehrgang.

Der obere Teil der Obermainstraße, im Hintergrund die Oberpforte. Vorne das Kelterhaus von Johannes Kohl.

Das Backhaus im Hof des Bäckers Johann Friedrich Bender an der Hauptstraße. 

Der Niederturm, die Mainmauer und die Untermainstraße. Das weiße Wohnhaus ist das von Balthasar Mülich.

Die Untermainstraße, am Ende der Dorfplatz mit der Linde. Das weiße Haus vorne ist das Wohnhaus von Philipp Melchior.

Der Kirchhof, der Kirchhofgarten mit dem Kreuz, dahinter das Pfarrhaus und das Haus von Lesser

Eine fiktive Grabplatte desjenigen, der das Modell gemacht hat.

Das auf die Mauer gebaute Haus von Cles Kaus mit einem Ende des Wehrganges.

Das Wohnhaus von Melchior Friedrich mit einem Ende des Wehrganges.

Das Modell wurde mit dem Programm Sketchup Pro 2017 von Trimble Inc. erstellt.

Der Bereich östlich der Kirche mit der Borngasse und der Fischergasse war der am dichtesten bebaute Teil Flörsheims. Hier war der erste hochwasserfreie Bereich nördlich des Mains, wo Flörsheim als  Siedlung entstand. 

Die westliche Ecke des Kirchhofes. Westlich der Kirchgasse das Haus von Lesser und die Schmiede von Michael Rembling, siehe auch weiter unten.

Der östliche Teil des Kirchhofes mit dem Haus des Gerichtschreibers Johannes Hofmann. Am Ende der Borngasse die beiden Höfe von Peter Hardt. An der Ecke der Hauptstraße die Hofreite von Philipp Eckhart, unterhalb das Haus des Juden Mayer, rechts davon der Hof von Wendel Brehm.

Die Untermainstraße in Richtung Südwesten, vorne der Dorfplatz mit der Linde. Rechts die untere Kirchhoftür, wo die Prozessionnen begannen.

Die untere Mainpforte (“Strohpförtchen”) mit dem unteren Ende der Karthäuserstraße. Links der Hof von Gerhard Eckhart, rechts der von Joachim Faulborn.

Die gleiche “Ecke” mit verändertem Ausschnitt und anderer Perspektive.

Unterhalb des Anwesens von Georg Lindheimer an der Obermainstraße die drei Wohnhäuser von Sebastian Schweinhart, Johann Krehmer und Johann Heinrich Schreiner, siehe auch hier.

Der Oberturm mit der Turmgasse. Links ein Hof von Nicolaus Hardt. Das Haus vorne gehörte Marcus Neumann. Latrinenhäuschen gab es nur wenige, die Latrinen befanden sich in der Regel in den Stallungen.

Der Oberturm von Südwesten. Am Ende der Obermainstraße die Oberpforte.

Margarethaturm, Rathaus  und Kirche von Norden. Der Hof links hinter dem Turm ist der von Heinrich Vogel, rechts der von Johannes Dienst.

Die Hauptstraße nordöstlich der Kirche. Vor dem Rathaus die Schmiede von Johann Conrad Mehl und die Höfe von Johann Adam Will und Hans-Peter Rospach.

Das Pfarrhaus, gebaut 1685 von Jacob Cluin, Bauplan hier. Links das Haus von Lesser

Das Anwesen von Georg Lindheimer mit dem zweitältesten datierbaren Keller in Flörsheim (1661). Das heutige Aussehen des Haupthauses enststand um 1725. Die Scheune wurde um 1900 von Hugo Nördlinger durch den heute noch stehenden Backsteinbau ersetzt.  Die Gebäude stehen heute unter Denkmalschutz und wurden von jetzigen Besitzer Dirk Budde restauriert und einer neuen Nutzung zugeführt, siehe hier.

Die Schustergasse; an der Grabenmauer der Hof von Adam Schellhamer.

Die Mauer am Untergraben von Norden. An der Innenseite der Mauer gegenüber dem Ende der Hauptstaße wurde 1712 das Pestkreuz errichtet (von Georg Adam Sesseler). Das Wohnhaus vorne ist das von Caspar Theis.  Dahinter, unterhalb der Hauptstraße, der Hof von Conrad Wilhelm, in Richtung Niederturm die Hofreite von Jacob Diehl.

Die Höfe von Hans-Peter Schuhmacher (vorne) und Caspar Theis.  Im Haus von Hans-Peter Schuhmacher nahm die Pestepidemie 1666 ihren Anfang; vier seiner Kinder waren die ersten verzeichneten Pesttoten.

Das südwestliche Ende der Untermainstraße. Hinter dem Niederturm die Doppelhofreite von Velten Simmon. Das weiße Haus ist das von Balthasar Mülich, die Scheune im oberen Bild ist die von Jacob Diehl.

Der Nordostbereich des Oberfleckens. Unten der Oberturm und die kleine Mainpforte, dahinter der Vorgängerbau des späteren Gasthauses “Zum Anker” am unteren Teil der Obermainstraße. Die große Hofreite zwischen kleiner Mainpforte und Oberturm ist die von Marcus Neumann, dessen Sohn, Johannes Neumann, als Gerichtschreiber das Stockbuch geführt hat.. Östlich der Fischergasse die Höfe von Daniel Feuerbach und Heinrich Kester (das spätere Gasthaus “Zum Engel”).  Der große freie Bereich rechts der Bildmitte war Almende (Gemeindebesitz) und wurde als Weide genutzt. Vom Knick der Obermainstraße bis zur Einmündung der Hauptstraße liegen links die Hofreiten von Johannes Kohl, Sebastian Eberwein, Michael Gerlach, Jacob Breckheimer und Hans Closmann. Rechts der Obermainstraße die Höfe von Nicolaus Hardt, Johann Heinrich Schreiner, Johann Krehmer, Sebastian Schweinhart mit dem Oberbackhaus. Dahinter das Anwesen von Georg Lindheimer (Keller 1661), siehe weiter unten.

ie ofreiten von Philipp Melchior

Die große Mainpforte, dahinter der Hof von Philipp Breckheimer. Hier wurde um 1705 von Oswald Anschütz das Gasthaus “Zum Hirsch” eröffnet, das bis heute existiert, siehe auch hier, (das heutige Gebäude wurde 1866 gebaut). Die freie Fläche nordöstlich der Pforte war Gemeindeeigentum und wurde 1704 an Nicolaus Britsch verkauft verbunden mit der Erlaubnis, hier eine Barbierstube und ein “Bad” zu betreiben.

Flörsheim 1656 von unten. Diese Ansicht liefert zwar keine neuen historischen Erkenntnisse, ist aber hilfreich bei der richtigen vertikalen Platzierung der Gebäude bei der Modellentwicklung.

Die gleiche “Ecke” an der großen Mainpforte von Osten.

Das Haus des Juden Berme an der kleinen Mainpforte, das spätere Gasthaus “Zum Anker”. Ein erster Ankerwirt wird 1710 genannt, siehe auch hier.

Das obere Ende der Borngasse. Links zwei Höfe von Peter Hardt, 1666 bis 1671 Unterschultheiß. Rechts ein Wohnhaus von Hans Thomas; eine Enkelin heiratete Caspar Bürgermeister aus Ungarn, der hier 1706 das Gasthaus “Zum Karpfen” eröffnete, siehe auch hier

Das Haupthaus von Hans Thomas am Dorfplatz, Ecke untere Kirchgasse/Pfarrer-Münch-Straße. Das weiß angemalte Haus gehörte dem Bäcker Johannes Bomesser.

Die Schmiede von Michael Rembling neben der Kirche. Im Inventar von 1666 sind die gesamte Schmiedeausrüstung und alle Werkzeuge aufgeführt. Rechts der obere Pfarrgarten.

Die Kirche 1656; 1664 wurde ein neues Kirchenschiff gebaut, 1666 fertiggestellt, wobei Chor und Turm der alten Kirche erhalten blieben; die Baurechnungen sind erhalten, siehe hier. Der heutige Turm wurde 1706 gebaut, das heutige Schiff 1766, siehe auch hier.

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Das untere Ende der Borngasse. Rechts das Wohnhaus von Hans-Peter Staab, die Inschriftstafel “HPS 1667” ist erhalten, siehe hier. Links der obere Wirtschaftshof der Dominikaner von Frankfurt. Dahinter der Gemeindekegelplatz, der 1678 aufgelöst wurde, siehe ebenfalls hier.

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Maßstab:  Ein Element der Ortsmauer mit Wehrgang hat eine Länge von 17 m

Flörsheim 1656 - Das 3D-Modell